20
Jan
10

Golden Globes – ein (deutscher) Erfolg?

Guten Tag zusammen.

Es folgt eine kurzer Versuch der Erklärung, warum die Golden Globes ein reiner Reinfall waren:

Grund 1: AVATAR!
Ist das die Zukunft? Beste Regie? BESTER FILM? Noch nie hat sich die “Foreign Press Association” als erfreuliche Erfrischung gegenüber der “wahren Academy” hervorgetan. Man hat sich dort als “wichtigster Wegweiser für die Oscars” eingerichtet und scheint mit dieser Rolle auch durchaus zufrieden zu sein. Auch sind vergleichsweise mutige Nominierungen wie “Little Children”,”A History Of Violence” in den vergangenen oder “Precious” in diesem Jahr mehr Augenwischerei als Realität, wenn man sich das Ergebnis dieses Jahres anschaut: AVATAR!!! Ich kann – wie wohl, und das ist das traurige, wie die meisten Mitglieder der Jury – nicht einmal halbwegs abschätzen, wie viel Regie in Avatar steckt. Vor welchem Computer saß Cameron selbst? Wie lange? Was soll der Blödsinn???
Bester Film: Avatar? NEIN! Die Geschicht ist so durchschnittlich, das können die Herren nicht ernst meinen….

Grund2: Meryl Streep

Hat die bisher zu wenig Golden Globes im Verhältnis zu ihren Nominierungens bekommen? Wie kommt man sonst darauf, ihr den siebten (!) GG für sonen Schwachsinn wie “Julie + Julia” zu geben? Aber, sorry, vielleicht war die Konkurrenz auch zu schlecht: Sandra Bullock für “Selbst ist die Braut” (den hab ich sogar gesehen!) zu nominieren, ist genau so schlimm, wie Julia Roberts für “Duplicity” (den auch)…
Ok, Meryl Streep ist eine tolle Schauspielerin – ob ich sie mag oder NICHT. aber dieser GG ist trotzdem eine Unverschämtheit.

Grund 3: Die deutsche Presse

Ok, dafür können die Protagonisten nichts. Christoph Waltz und Michael Haneke sind Österreicher. Dass “Das weiße Band” auch als deutscher Beitrag ins Oscar-Rennen geht, freut mich zwar, weil ich den Film sehr mochte, aber trotzdem ist das komisch. “Die Fälscher” hat im vergangenen Jahr (oder ist das schon zwei Jahre her?) ja auch kein deutsches Medium herausgehoben.
Zu den merkwürdigen Zuordnungs-Konditionen zu Staaten lief auf weltraumaffe.de.tc zuletzt ne kurze Diskussion.

Noch kurz zum Positiven:
Michael C. Hall für “Dexter” war mehr als überfällig. Hoffentlich nicht nur, weil es seine letzte Chance war. Gute Besserung.

Nochmal negativ: Herr Baldwin für “30 Rock” schon wieder? Hab’ die Serie angefangen, mochte sie nicht – das ist egal. Aber auch die Nominierten in der Kategorie sind besser: Steve Carell macht den Ami-Stromberg sehr gut und wer es von einem Akte-X-Ermittler auf einen Schriftsteller-Playboy schafft, hat den GG auch verdient. Auch (nicht einmal nominiert) Kevin Connolly für “Entourage” hätte den Preis nach zahlreichen “Leergängen” der letzten Zeit verdient. Alles traurig.


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